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Werner Daitz
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Ausbildung und Positionen in der Wirtschaft
Als Sohn des Kaufmanns Helmut Daitz und seiner Ehefrau Elise Herricht wuchs er in LĂźbeck auf, wobei die Adresse mit CurtiusstraĂe 11 angegeben wurde. Nach dem Besuch einer Oberrealschule in LĂźbeck studierte er Technische Chemie an der Gewerbe- und Handelshochschule in KĂśthen. Weiterhin absolvierte er ein Studium im Fach Philosophie und in Technischer Chemie an der Universität Jena. Das Diplom als Ingenieur-Chemiker erlangte er im Jahre 1907.
Von 1907 bis 1912 bekleidete er die Position eines Betriebsleiters der Kaliwerke Vereinigte Chemische Fabriken Leopoldshall A.G. Als Leiter der Kautschuk-Gesellschaft SchÜn & Co. in Harburg fungierte er ab 1912 bis 1922, wobei die Firma in Harburger Chemische Werke SchÜn & Co. AG umbenannt wurde, die er dann als Generaldirektor fßhrte. Diese Werke wurden später von der I.G. Farben ßbernommen.
Daneben betätigte er sich in diesen Jahren bei folgenden Firmen und leitete sie als Generaldirektor:
⢠Norddeutsche Braunkohlen-Verwertungsgesellschaft m.b.H. in Harburg
⢠Wiking Schiffahrts-Konzern, der Vertragspartner der Hamburg-Amerika-Linie (HAL) und vom Bankhaus M.M. Warburg
⢠Deutsch-Amerikanische Schiffahrts GmbH
⢠Firma Daitz & Co. Kommandit-Gesellschaft der in Lßbeck und Hamburg angegliederten Unternehmungen seit 1919
Weiterhin war er in Bereichen des Exporthandels, der Bau- und chemischen Industrie tätig. Er beteiligte sich mit seinem Kapital an Firmen der Eisen- und Stahlindustrie. Schon im Ersten Weltkrieg engagierte er sich auf den Gebieten der chemischen Industrie, des Bauwesens (Hanseatische Baugeräte GmbH in LĂźbeck) und groĂtechnischer Anlagen. Auf dem Gebiet der Politik verĂśffentlichte er seit 1915 Schriften und Artikel, die fĂźr einen ânationalen Sozialismusâ eintraten. Eine Kernaussage wurde von Richard Sasuly wie folgt notiert:
âEin neuer Typ von Staatssozialismus erscheint auf der Bildfläche, vĂśllig verschieden von allem, was jeder einzelne von uns sich je erträumt oder ausgedacht hat. Auf wirtschaftlichem Gebiet werden weder Privatinitiative noch Privatkapitalismus gelähmt werden, aber der Staatssozialismus wird sie insofern seinen Interessen gemäà organisieren, als das Kapital in der Volkswirtschaft konzentriert und nach auĂen hin einheitlich gelenkt wird [âŚ] Diese Wandlung des Kapitalismus lehnt mit aller ihr innewohnenden Konsequenz eine Wiederherstellung des frĂźheren Gegengewichts, den internationalen Sozialismus, ab. Sie wird in einem ânationalen Sozialismusâ umschlagen, desse Wahlversprechen sein wird: Mehr Arbeit â weniger Phrasen.â
Als 1933 die NSDAP die Macht Ăźbernahm, wurden Schriften von Daitz bei der I.G. Farben wieder aufgelegt und verbreitet. Ab 1919 begann er als Gesandter mit der Propagierung der Beziehungen und Verflechtungen der deutschen Industrie zu Russland und den USA.
Patententwicklung und Annäherung an die Nationalsozialisten
Aus dieser Tätigkeit ergibt sich, dass er bei Zeitungen und wirtschaftspolitischen Zeitschriften als Mitarbeiter Artikel verĂśffentlichte. Daneben entwickelte er Patente fĂźr die Salz-, ErdĂśl- und pharmazeutische Industrie, die später im Zuge der Kriegswirtschaft eingesetzt wurden. Politisch näherte er sich den Nationalsozialisten an und trat zum 1. Februar 1931 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 458.025).cite-ref-2[2] Schon ab Ende 1929 nahm er regelmäĂig an Treffen der Ăśkonomischen Kreise der NSDAP teil, bei denen u. a. Gottfried Feder, Otto Wagener, Dietrich Klagges und Adrian von Renteln anwesend waren. Aus diesen Kreisen wurde dann die Wirtschaftspolitische Abteilung der NSDAP gebildet, die von Wagener gefĂźhrt wurde. Daitz wurde deren Regionalbeauftragter und arbeitete 1932 an Ausarbeitungen Ăźber staatlich finanzierte ArbeitsbeschaffungsmaĂnahmen mit.cite-ref-3[3]
NSDAP-Position, Reichstag, Artikel und Ehe
Im Jahre 1931 wurde er Mitglied der Reichsleitung der NSDAP als Berater fĂźr wirtschaftspolitische Fragen mit dem Titel eines Reichsbeauftragten. Dort leitete er die Abteilung AuĂenhandel im AuĂenpolitischen Amt der NSDAP. Alfred Rosenberg erteilte ihm innerhalb dieses Amtes einen Sonderauftrag. Im gleichen Jahr trat er der Studiengesellschaft fĂźr Geld- und Kreditwesen bei. Im November 1931 bis September 1932 wirkte er im Reichswirtschaftsrat der NSDAP mit. In der Reichsleitung der NSDAP Ăźbernahm er im April 1932 die Leitung der Abteilung fĂźr Schifffahrt.
Vom 24. April 1933 bis 1937 war er Gesandter der Hansestadt LĂźbeck beim Reich und bis 1934 StimmfĂźhrer LĂźbecks im Reichsrat, nach der Mediatisierung LĂźbecks durch das GroĂ-Hamburg-Gesetz wurde er von 1937 bis 1945 GeschäftsfĂźhrer der Vertretung der Provinz Schleswig-Holstein in Berlin.cite-ref-4[4]
1933 wurde er Mitglied des Reichstages. Im gleichen Jahr schrieb er auch Artikel in der Zeitschrift Schule der Freiheit. Zeitschrift fĂźr organische Gestaltung von Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft, die 1933 von Otto Lautenbach gegrĂźndet wurde. In der Zeitschrift Reich â Volksordnung â Lebensraum(RVL), die seit Herbst 1941 von Werner Best, Wilhelm Stuckart und Reinhard HĂśhn herausgegeben wurde, verĂśffentlichte Daitz seine Ansichten als eigenständiger Autor.
Während seiner Tätigkeiten in Berlin wohnte er in der Tiergartenstr. 13. Verheiratet war er mit Hella Lentz. Aus der Ehe gingen die SÜhne Wolf und Harald hervor. Die Tochter Helga heiratete den SS-Standartenfßhrer Hans-Hendrik Neumann.
Erste Organisation der Konzeptionen
Seit 1915 verĂśffentlichte er vĂślkisch-nationalkonservative Schriften zu wirtschaftspolitischen Themen. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkriegs formulierte er seine Vorstellungen einer europäischen GroĂraumwirtschaft unter nationalsozialistischer FĂźhrung. In den ersten Septembertagen 1939 grĂźndete er die Gesellschaft fĂźr europäische Wirtschaftsplanung und GroĂraumwirtschaft (GeWG). die er schon 1934 in einer Denkschrift konzipiert hatte. Die GeWG hatte einen wissenschaftlichen Beirat, dem u. a. auch Carl Schmitt als Mitglied der Akademie fĂźr Deutsches Recht angehĂśrte.
Als Ableger der GeWG wurde Mitte Februar 1941 das Zentralinstitut fĂźr nationale Wirtschaftsplanung und GroĂraumwirtschaft e.V in Dresden gebildet. Dieses wurde einige Zeit danach in Zentralforschungsinstitut fĂźr nationale Wirtschaftsordnung und GroĂraumwirtschaft in Dresden umbenannt. Ziel dieses Instituts sollte es nach Angabe der Satzung sein, die in der nationalsozialistischen Revolution entstandene neue deutsche Wirtschaftsordnung und GroĂraumwirtschaftslehre wissenschaftlich zu begrĂźnden und Ăźberlieferbar zu machen.
Wirkungen der Propaganda von Daitz
Mit diesen Organisationen entwickelte Daitz eine wesentliche Propaganda einer vĂślkischen GroĂraumwirtschaft in Europa. So Ăźbernahm Arno SĂślter 1941 in seinem Buch Das GroĂraumkartell von Daitz den Begriff VĂślkerfamilie, die sich in Europa als Lebensgemeinschaft infolge der NS-GroĂraumwirtschaft in einer blĂźhenden Friedensgemeinschaft bilden wĂźrde.
Reinhard HĂśhn, Direktor des Instituts fĂźr Staatsforschung an der Universität Berlin, bezog sich 1942 in seiner Schrift Reich-GroĂraum-GroĂmacht auf Daitz, als er die Frage der Einordnung der VĂślker in Europa in den europäischen GroĂraum unter deutscher FĂźhrung aufwarf. Dabei sollten sich die VĂślker nach Daitz wie in einem Planetensystem organisieren, in dem ein frei bewegliches System zwangloser Ordnung entsteht, in dem jedes Volk die ihm nach seinem 'Leistungsgewicht' zukommende Stellung einnimmt. Dabei ergebe sich, so HĂśhn, aus dem Wesen der Macht eine Begrenzung.
Konzeption der GroĂraumwirtschaft
Daitz hatte aber zum Mai 1940 eine genaue Vorstellung der Ordnung in einer von ihm konzipierten europäischen GroĂraumwirtschaft:
âWenn wir den europäischen Kontinent wirtschaftlich fĂźhren wollen, wie dies aus GrĂźnden der wirtschaftlichen Stärkung des europäischen Kontinents als Kernraum der weissen Rasse unbedingt erforderlich ist und eintreten wird, so dĂźrfen wir aus verständlichen GrĂźnden diese nicht als eine âdeutscheâ GroĂraumwirtschaft Ăśffentlich deklarieren. Wir mĂźssen grundsätzlich immer nur von Europa sprechen, denn die deutsche FĂźhrung ergibt sich ganz von selbst aus dem politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, technischen Schwergewicht Deutschlands und seiner geografischen Lage. Ebenso wird mit Hilfe unseres deutschen Wirtschaftssystems, wie es durch die nationalsozialistische Revolution geschaffen wurde, sich die Mark bei einer geschickten handelspolitischen FĂźhrung ganz von selbst als Standard-Währung durchsetzen, wie sich das Pfund, der Dollar und der Yen in ihren Wirtschaftsbereichen als Standardwährung durchgesetzt haben.âcite-ref-5[5]
Vorstellungen eines europäischen Sozialismus
Gegen Kriegsende verĂśffentlichte Daitz in einer Schrift Europa-Charta im September 1944 âGrundsätze des europäischen Sozialismusâ. Dabei grenzt er sich aber von anderen Sozialismusvorstellungen ab und betont einen arteigenen Sozialismus, begrĂźndet auf den natĂźrlichen Lebens-, Selbstbehauptungs- und Selbstbestimmungsrechten. Dabei mĂźssten die VĂślker miteinander, nicht aber nebeneinander leben, um ein Europa ohne Ausbeutung weder nach innen noch nach auĂen in ihrer Weltanschauung und Kultur zu entwickeln.
Die Stellung der VĂślker zueinander bestimmte er nach drei Kriterien:
⢠Respektierung ihrer gleichen vÜlkischen Ehre und Verschiedenheit der Lebensstile
⢠Bevorzugung der europäischen VÜlker gegenßber anderen VÜlkerfamilien in den Bereichen Kultur, Politik und Wirtschaft
⢠Verteidigung dieses âGroĂraumlebensâ gegen äuĂere Mächte
Wenn diese drei Kriterien erfĂźllt wĂźrden, dann hätte die europäische VĂślkerfamilie die Anerkennung und das Recht erworben, diesen sozialen âVĂślkerfamilienfriedenâ gegenĂźber âart- und raumfremden Mächtenâ Geltung und Anerkennung zu verschaffen. Damit wĂźrde dann ein âbiologisches Sittengesetz als Strukturgesetzâ bewusst werden. Seine Ăśkonomischen Grundsätze reduziert er auf die Selbstversorgung der BevĂślkerung mit Lebensmitteln aus dem eigenen GroĂraum.
Die Teilhabe der VĂślker an der von Daitz definierten VĂślkerfamilie ergebe sich aus der Bedeutung der VĂślker in ihrer Leistung. Wie in einem Planetensystem sollen dabei kleine VĂślker um ein grĂśĂeres Volk kreisen. Das wĂźrde dann die durch Staatsverträge zu begrĂźndende âGesamtordnungâ ergeben. Als ein europäischer âVĂślkerfamilienratâ solle ein europäischer Gerichtshof Ăźber die Einhaltung der Ordnung wachen, wobei er den Friedenspalast in Den Haag als Sitz vorschlug.
Aus den Pflichten der oben genannten drei Kriterien, Ăźber deren Einhaltung der Gerichtshof zuständig sein wĂźrde, resultierten die Grundrechte und -pflichten eines europäischen Sozialismus. Das wäre dann das âGrundgesetz der europäischen Verfassungâ: europäischer Gemeinnutz geht vor chauvinistischem Eigennutz, der die Gemeinschaft schädigen oder gar sprengen kĂśnnte. Damit wäre dann auch das Zeitalter der BĂźrgerkriege unter den europäischen VĂślkern in Zukunft ausgeschlossen.
Diese Thesen von Daitz wenige Monate vor dem Ende des NS-Regimes zeigen deutlich, dass die MĂśglichkeiten der NS-Ideologie auch zu diesem Zeitpunkt jede demokratische Entwicklung ausschlossen und denen entgegengesetzt waren. Die näheren Umstände seines Todes gegen Kriegsende im Mai 1945 in der LĂźbecker Bucht sind unbekannt; daher ist ein Suizid nicht vĂśllig auszuschlieĂen.
Mitglied im Aufsichtsrat im Jahre 1935
⢠Hochofenwerk Lßbeck AG in Herrenwyk
⢠Lßbecker Flender-Werke AG in Lßbeck
⢠Lßbecker Hypothekenbank in Lßbeck
⢠Maschinen-Fabrik Beth AG in Lßbeck
⢠EisengieĂerei und Maschinenfabrik Schetelig & NĂślck AG in LĂźbeck
⢠Deutsche Gesellschaft fßr VÜlkerrecht in Kiel
Mitglied im Verwaltungsrat war er im Hamburger Ăbersee-Club und in der Deutschen Kolonial-Liga in MĂźnchen.
Weitere Funktionen und Ămter
⢠November 1931 bis September 1932: Mitglied im Reichswirtschaftsrat der NSDAP
⢠April 1932: Leitung der Abteilung fßr Schiffahrt in der Reichsleitung der NSDAP
⢠1932 bis 1933: Beauftragter der Reichsleitung der NSDAP fßr das Wirtschaftsgebiet Nord
⢠April 1933 bis April 1937: Gesandter der Hansestadt Lßbeck bei der Reichsregierung
⢠ab September 1933: Mitglied des GroĂen Rates der Nordischen Gesellschaft
⢠Oktober 1939 bis 1945: Leitung der Gesellschaft fĂźr europäische Wirtschaftsplanung und GroĂraumwirtschaft
⢠Leiter des Europa-Instituts in Dresden
⢠Oberbereichsleiter der NSDAP
⢠1941 bis 1943: redaktioneller Mitarbeiter in der Zeitschrift Reich-Volksordnung-Lebensraum
⢠1944: Tätigkeit beim Beauftragten der NSDAP fĂźr auĂenpolitische Fragen in Potsdam
Schriften
⢠Zur Trennung der Metalle der Schwefelammoniumgruppe. In: Zeitschrift fßr Analytische Chemie. Vol. 45, Num. 2, Berlin, Heidelberg 1906.
⢠Zum Umbau der Volks- und Weltwirtschaft. In: Das freie Wort. 16. Jahrgang, Nr. 15/16 im November 1916.
⢠Neue AuĂenpolitik. In: Karl Anton Rahn (Hrsg.): Europäische Revue. 1925.
⢠mit Hans Schroeder: Die nationalsozialistische Ostraumpolitik und der Hansa-Kanal. Berlin 1932.
⢠Die Wirtschaftsphilosophie und Wirtschaftspolitik des Nationalsozialismus. In: Nationalsozialistischer Wirtschaftsdienst. Nr. 32, Hamburg, 5. Dezember 1932.
⢠Die Grenzen der produktiven KreditschÜpfung. In: Die Deutsche Volkswirtschaft. 1. Sonderheft. Berlin 1932.
⢠Erneuerung der Wirtschaftsethik und Wirtschaftsordnung. In: Die nationale Wirtschaft. 2, 1934, S. 382.
⢠Denkschrift Ăźber die Errichtung einer Gesellschaft fĂźr europäische GroĂraumwirtschaft. 1934.
⢠Kontinentaleuropäische GroĂraumwirtschaft und der Ostseeraum. In: Die deutsche Volkswirtschaft. Heft 15, 1934.
⢠Die Erneuerung der Wirtschaftsethik â Eine Umwertung aller Werte. In: Berliner BĂśrsenzeitung. Nr. 467, 5. Oktober 1934.
⢠Organischer Aufbau von Volks- und GroĂraumwirtschaft. In: Berliner BĂśrsenzeitung. Nr. 469, 6. Oktober 1934.
⢠Denkschrift Ăźber die Errichtung einer Zentralstelle fĂźr europäische GroĂraumwirtschaft. 1936. Im Bundesarchiv unter NS 43/6 und in: Reinhard Opitz: Europastrategien des deutschen Kapitals 1900â1945. KĂśln 1977, S. 629.
⢠Nordische und mittelmeerländische Geisteshaltung â die Fundamente Europas. 1937.
⢠Der Weg zur vÜlkischen Wirtschaft. Teil 1 Deutschlands Wirtschaftsordnung aus eigener Kraft und eigenem Raum. Mßnchen 1938.
⢠Der Weg zur vÜlkischen Wirtschaft. Teil 2: Ausgewählte Reden und Aufsätze. Mßnchen 1938.
⢠Die europäische GroĂraumwirtschaft. In: Der Vierjahresplan. Folge 22/1939.
⢠Deutschland und das europäische Schicksal. In: Wir und die Welt. 1939, S. 11â13.
⢠Denkschrift fĂźr die Errichtung eines Reichskommissariats fĂźr GroĂraumwirtschaft. 31. Mai 1940.
⢠Autarkie als Lebens- und Wirtschaftsordnung. In: NS-Monatshefte. 1940, S. 739â746.
⢠Osteuropa, Lebensstil und Agrarverfassung. In: Mitteilungsblatt der Gesellschaft fĂźr europäische Wirtschaftsplanung und GroĂraumwirtschaft. Nr. 7/9, 1941.
⢠Der Weg zur vĂślkischen Wirtschaft und zur europäischen GroĂraumwirtschaft. Dresden 1941.
⢠Das Neue Europa â Beiträge zur Nationalen Wirtschaftsordnung und GroĂraumwirtschaft. Herausgeber: Gesellschaft fĂźr Europäische Wirtschaftsplanung und GroĂraumwirtschaft Berlin. Dresden 1941.
⢠Die Grundlagen der europäischen Marktordnung. In: Das Neue Europa. Dresden 1941, S. 19â28.
⢠Echte und unechte GroĂräume. In: Nationale Wirtschaftsordnung und GroĂraumwirtschaft. Jahrbuch 1942, S. 59â70.
⢠Lebensstil und Raum als Strukturelemente der Verwaltung. In: Deutsches Recht. Heft 19/20, 1942, S. 698ff.
⢠Das europäische Sittengesetz als Strukturgesetz der europäischen GroĂraumwirtschaft. In: NS-Monatshefte. 1942, S. 270â278.
⢠Lebensraum und gerechte Weltordnung. Grundlagen einer Anti-Atlantikcharta. Ausgewählte Aufsätze von Werner Daitz. Amsterdam 1943.
⢠Der Weg zur Volkswirtschaft, GroĂraumwirtschaft und GroĂraumpolitik. Dresden 1943.
⢠VĂślkischer Sozialismus â europäischer Sozialismus. In: NS-Monatshefte. 1943, S. 345â349.
⢠Wiedergeburt Europas durch europäischen Sozialismus. Europa-Charta. Herausgegeben vom Zentralforschungsinstitut fĂźr nationale Wirtschaftsordnung und GroĂraumwirtschaft. Dresden 1944.
⢠Zum Einstampfen der Europa-Charta. 1944.
⢠Die Grundsätze des europäischen Sozialismus. 1944.
⢠Napoleons Kontinentalpolitik als Vorläuferin der Europapolitik des Reiches. Vortrag. 1944. Im Bundesarchiv unter NS B/224
Literatur
⢠Daitz, Werner, Carl, Otto, Heinrich. In: Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der PersĂśnlichkeiten in Wort und Bild. Band 1: AâK. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, DNB 453960286, S. 293.
⢠Herrmann A. L. Degener: Wer ist's? Berlin 1935.
⢠Georg Wenzel: Deutscher Wirtschaftsfßhrer. Lebensgänge deutscher WirtschaftspersÜnlichkeiten. Ein Nachschlagebuch ßber 13000 WirtschaftspersÜnlichkeiten unserer Zeit. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg/Berlin/Leipzig 1929, DNB 948663294.
⢠Erich Stockhorst: 5000 KÜpfe. Wer war was im 3. Reich. 2. Auflage. Arndt-Verlag, Kiel 1985, ISBN 3-88741-117-X.
⢠Reinhard Opitz: Europastrategien des deutschen Kapitals 1900â1945. KĂśln 1977
⢠Mitteleuropaorganisationen 1904â1945. In: Dieter Fricke (Hrsg.): Lexikon zur Parteiengeschichte. Band 3. Leipzig 1985.
⢠Manfred Overesch: Das III. Reich 1939â1949. Eine Tageschronik der Politik â Wirtschaft â Kultur. Augsburg 1991.
⢠Ulrich Herbert: Best. Biographische Studien Ăźber Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903â1989. Bonn 1996.
⢠Kurt Pätzold, Manfred WeiĂbecker: Adolf Hitler. Eine politische Biographie. Leipzig 1995.
⢠Gerhard Schneider: Gefährdung und Verlust der Eigenstaatlichkeit der Freien und Hansestadt Lßbeck und seine Folgen; Schmidt-RÜmhild, Lßbeck 1986, ISBN 3-7950-0452-7
⢠Wolfgang Schumann, Ludwig Nestler (Hrsg.): Weltherrschaft im Visier. Berlin 1975.
⢠Richard Sasuly: IG Farben. 1947
⢠Joachim Lilla: Der Reichsrat: Vertretung der deutschen Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Reichs 1919-1934. Ein biographisches Handbuch unter Einbeziehung des Bundesrates Nov. 1918 â Febr. 1919 und des Staatenausschusses Febr. â Aug. 1919. Droste, DĂźsseldorf 2006, ISBN 3-7700-5279-X, S. 126â127
Weblinks
⢠Literatur von und ßber Werner Daitz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Chronologische Biografie, Verf. Gerd Simon, Universität Tßbingen, Mai 2008 (PDF; 196 KB)
⢠Daitz: Die Europa-Charta und andere Dokumente zum Europagedanken, Hg. Gerd Simon
⢠Werner Daitz in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
Einzelnachweise
cite-note-11. â Die DDR-Geschichtsschreibung ging auf Grund ihrer Archive davon aus, dass der Tod nicht sicher ist und Daitz eher unter falschem Namen weiter gelebt hat. Handelsregisterakten HR A 3737 gehen davon aus, Daitz stirbt am 5. Mai in Berlin, schreibt der Archivar Ulrich Simon vom Archiv der Hansestadt LĂźbeck am 24. Oktober 2001 an den Forscher Yann Bohnert, nach Gerd Simon, Chronologie Daitz 2008, siehe Weblinks; nach Manfred EickhĂślter: HĂśllenfahrt und Zwangsbekehrung. Aus der Geschichte der GemeinnĂźtzigen. Die Jahre 1943-1953. in: LĂźbeckische Blätter, Jg. 179 (2014), Heft 15, S. 247 (Digitalisat, PDF) kam Daitz âAnfang Mai 1945 auf ungeklärte Weise in Timmendorfer Strand ums Leben. Ein Suizid wird nicht ausgeschlossen.â
cite-note-22. â Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5720667
cite-note-33. â Karl Dietrich Bracher, Wolfgang Sauer, Gerhard Schulz, Die nationalsozialistische Machtergreifung. Studien zur Errichtung des totalitären Herrschaftssystems in Deutschland 1933/34, 3. Aufl., KĂśln 1974, S. 482.
cite-note-44. â Gerhard Schneider: LĂźbecks Bankenpolitik im Wandel der Zeiten (1898â1978), Schmidt-RĂśmhild, LĂźbeck 1979, S. 212
cite-note-55. â Errichtung eines Reichskommissariats fĂźr GroĂraumwirtschaft. 1940.